Sing meinen Song

Sing meinen Song

25. Oktober 2018 0 Von Ghostwriter

Ich lie­be es, zu sin­gen.…  wenn ich mon­tags jeweils in die Schweiz zur Arbeit fah­re, so betei­li­ge ich mich inbrün­stig am Song, der gera­de von mei­ner Play­list gespielt wird. Scha­de nur, dass ich gar nicht sin­gen KANN.…  🙁 Zum Glück bin ich allei­ne im Auto, mei­ne Ohren haben sich mitt­ler­wei­len an das eigen­ar­ti­ge Anein­an­der­rei­hen unde­fi­nier­ter Lau­te gewöhnt, nur mei­ne Stimm­bän­der machen regel­mäs­sig schlapp. So kommt es, dass ich schon hei­ser und mit Kopf­schmer­zen in der Schu­le auf­kreu­ze und sich der Unter­richt dann etwas kräch­zend anhört.

Natür­lich bin ich mir bewusst, dass ich die­sem Hob­by abso­lut talent­FREI frö­ne. Ein Dia­log, der sich einst zwi­schen mei­nem Freund und mir abspiel­te, bringt es auf den Punkt. Auf mei­ne Fra­ge, wel­che Art Lie­der ich denn sin­gen soll­te, mein­te er ziem­lich trocken: ‘Die­je­ni­gen, bei denen Du am mei­sten Töne triffst’ 🙄 Als völ­lig unmu­si­ka­lisch wür­de ich mich trotz­dem nicht bezeich­nen, immer­hin bin ich in der Lage, das eine oder ande­re Instru­ment zu bedie­nen. Wie die mei­sten Eltern waren auch mei­ne der Ansicht, ein Instru­ment zu ler­nen kann nie scha­den. Die Hand­or­gel wur­de nie mei­ne Freun­din, mit der Gitar­re lief es eini­ges bes­ser. Nach wie vor steht ein 12-sai­ti­ges Exem­plar in mei­nem Haus, die Horn­haut an den Fin­ger­kup­pen muss ich mir aller­dings erst wie­der erar­bei­ten. Mein Key­board dient oft auch dazu, die Fein­mo­to­rik mei­ner Hän­de und Fin­ger zu ver­bes­sern anstatt klas­si­sche Sona­ten zu kom­po­nie­ren. Schluss­end­lich war es dann die Quer­flö­te, die mein Herz erober­te und die­sem Instru­ment ent­locke ich auch heu­te noch klang­vol­le Töne.

Doch zurück zu mei­nem Gesang oder wie auch immer man die­se Laut­äus­se­rung nen­nen möch­te. Wür­de ich jemals in der Öffent­lich­keit mein Antita­lent zur Schau stel­len, so, wie man es in eini­gen TV-Casting­shows sieht? 😯  Wohl kaum. Ein paar weni­ge Men­schen kamen bis heu­te in den Genuss, bzw. wur­den von mir mit mei­nen Kün­sten gequält. Das eine Mal war an mei­ner Hoch­zeit, als ich von der Band ein­ge­la­den — man könn­te durch­aus auch die For­mu­lie­rung ‘genö­tigt’ benut­zen — wur­de, mit ihnen zusam­men den Song ‘Go West’ zum Besten zu geben. Das zwei­te Mal geschah dies aus eige­nen, frei­en Stücken. Ich weiss bis heu­te nicht, wel­cher Dämon 👿  mich beein­flusst hat, jeden­falls kam mir die bescheu­er­te Idee, mei­ne Abschlus­s­prä­sen­ta­ti­on mei­ner kürz­lich been­de­ten Aus­bil­dung in Form eines Raps zu insze­nie­ren.…  bei­de Male war der Erfolg mäs­sig bis schlecht, die Auf­füh­run­gen lan­de­ten in der Rubrik ‘bla­mie­re Dich täg­lich’. Mir mach­te es trotz­dem Spass und da ich ein Mensch bin, der kei­ne Pro­ble­me damit hat, sich auch mal bloss zu stel­len und über sich sel­ber zu lachen, erlitt ich dadurch auch kein nach­hal­ti­ges Trau­ma.  😆

Obschon ich in tau­send Jah­ren mit mei­ner musi­ka­li­schen Unfä­hig­keit kein Geld ver­die­nen wer­de, das näch­ste Pro­jekt steht bereits in den Start­lö­chern. Der Rap war für mich eine abso­lu­te Her­aus­for­de­rung, wäh­rend die­ser gebo­ren wur­de, stieg mei­ne Hoch­ach­tung vor den rap­pen­den Musi­kern um ein Viel­fa­ches. Ich wage mich nun also an den 2. Ver­such, mit­tels einem Rap mei­ne Bot­schaft zu ver­kün­den. Ob die­ses End­pro­dukt schluss­end­lich von mehr Erfolg gekrönt ist als sei­ne Vor­gän­ger, wird sich zei­gen.

Es lohnt sich also, dran zu blei­ben, und sei es nur, um den Lacher des Tages nicht zu ver­pas­sen.… 🙂